Ein Festival, das die Welt Michael Endes lebendig macht.
AUFGABE
Für das Michael-Ende-Festival „Tage der Fantasie“ in Garmisch-Partenkirchen entwickelten JAYS ein visuelles System, das die literarischen Welten Michael Endes in eine zeitgemäße Festivalidentität übersetzt. Ziel war es, eine Gestaltung zu schaffen, die gleichermaßen kulturell hochwertig, zugänglich und fantasievoll funktioniert und sich über unterschiedlichste Medien hinweg weiterentwickeln lässt.
Statt eines einzelnen Logos oder Key Visuals entstand deshalb eine Designhierarchie aus mehreren aufeinander aufbauenden Ebenen: vom grundlegenden Markensystem über eine reduzierte Bildsprache und erzählerische Figurenwelten bis hin zu konkreten Anwendungen für Plakat, Website, Programm, Social Media, Leitsystem und Bewegtbild. So kann das Festival visuell vielfältig auftreten und dennoch als zusammenhängende Marke erkennbar bleiben.
GESTALTUNG
Im Zentrum steht ein Markensystem aus Wortmarke, Bildmarke, Schrift und Farbe. Die Wortmarke „Michael Ende Festival“ spielt bewusst mit einem nicht vollständig ausgeschriebenen „Ende“ – ein Gedanke, der auf das Weiterdenken und die Offenheit von Geschichten verweist. Als starkes Bildzeichen tritt Auryn, die ineinander verschlungene Doppelschlange aus Die unendliche Geschichte, hinzu.
Daraus entwickelt sich eine farbstarke, aber bewusst reduzierte Bildwelt. Drei Werkmarken bilden wichtige Ausgangspunkte: Fuchur für Himmel und Wolken, Kassiopeia für Zeit und Architektur sowie Emma für Berge und Landschaft. Diese Motive können einzeln funktionieren oder sich zu ganzen Szenen und Geschichten verdichten.
Gestalterisch sorgen viel Weißraum, bewusste Asymmetrie, eine Mischung aus klarer und literarischer Typografie sowie eine eigene Farbwelt für Ruhe und Offenheit. Fantasie soll dabei nicht durch visuelle Überfülle entstehen, sondern durch Raum, Andeutung und Weiterdenken.
KONTEXT
Die Gestaltung versteht das Festival nicht nur als einzelne Veranstaltung, sondern als begehbare Verbindung zwischen Michael Endes Fantasiewelten und dem realen Garmisch-Partenkirchen.
Dabei soll Gestaltung nicht nur informieren, sondern Besucherinnen und Besucher physisch wie emotional durch das Festival führen. Neben klassischer Orientierung entstehen deshalb auch emotionale Ebenen: Kreativität, Staunen, Gemeinschaft, Abenteuer, Achtsamkeit, Begegnung und Stille können unterschiedlichen Orten und Inhalten eine eigene Stimmung geben.
Das System ist zugleich bewusst offen für kommende Jahre angelegt. Jede Ausgabe kann eigene Schwerpunkte, Motive oder Farbakzente erhalten, ohne die übergeordnete Identität zu verlieren. So entsteht aus dem Festival kein kurzfristiges Erscheinungsbild, sondern eine wachsende visuelle Welt, die Michael Endes Idee von Fantasie, Offenheit und Weitererzählen auch in der Kommunikation fortführt.
Jays: Branding • Event • Marketing • Design
